Freitag, 5. Januar 2007

4 Städte in 12 Tagen

Von 23. Dezember bis 3. Jänner waren wir (Atle, Eivind, Lars, Martin und ich) unterwegs, um Japan zu erkunden.
Am Samstag, 6 Uhr morgens gings los in Richtung Hiroshima. Nach 6 Stunden Fahrt (Bus und Fähre) war das erste Ziel erreicht: die Stadt, die am 6. August 1945 durch die erste Atombombe fast vollständig zerstört wurde. Heute ist Hiroshima eine wirklich coole Stadt in der man eine außergewöhnliche Mischung erhält: Kultur am Tag, hervorragende Bars und Clubs bei Nacht. Somit wurde es auch am Heiligen Abend nicht fad - die Stimmung war natürlich schon etwas sonderbar, da es für jeden von uns das erste Weihnachten weg von der Heimat war ...
Am Weihnachtstag gings dann mit einem Boot auf die Insel Miyajima (liegt vor Hiroshima) - mit dem berühmten "schwimmenden Tor".
Ein paar pics:
Fähre in Richtung Hiroshima Atombombenkuppel (eines der einzigen Gebäude, die die Bombe "überstanden") Im Memorial-Park
The Boyz am Heiligen Abend Miyajima Das "Schwimmende Tor"

Nach 3 anstrengenden Tagen (bzw. 2 noch anstrengenderen Nächten) in Hiroshima gings in der Nacht von 25. auf 26. Dezember auf zur nächsten Destination: Kyoto, ehemalige Hauptstadt und Kaiserresidenz und nebenbei die Stadt mit den meisten Tempel in Japan.
Wir besichtigten (bei Regen!) den ehemaligen Kaiserpalast und haufenweise Tempel - und auch fürs Nachtleben blieb noch ein bisserl Zeit ...
vorm Kaiserpalast ein Tempel ... ... noch einer

Von 28. auf 29. gings (erneut mit dem Night-Bus) dann in die Hauptstadt - Tokio. Wir sollten diesen Trip auf keinen Fall bereuen, haben wir in Tokio doch Sachen erlebt, an die man sich lange erinnern wird ... Dieses Mal wurde ein bisschen weniger Wert auf das Sight-Seeing gelegt, da ja die ganze Stadt eine einzige Sehenswürdigkeit ist. Einer meiner persönlichen Höhepunkte war der Besuch eines deutschen Restaurants wo ich mir ein Weißbier und ein Gulasch vergönnte (zur Musik einer österreichischen Après-Ski CD). Die interessantesten Viertel in Tokio sind Shibuya(mit riesigen Reklame-Leinwänden und der angeblichen am meisten überlaufenen Kreuzung der Welt), Roppongi (lt. Reiseführer: "Roppongi is hell to some, heaven to others", unzählige Bars und Clubs, manche haben 24h geöffnet ("Club Maxim" ;-)) - dort haben wir auch Silvester verbracht), Shinjuku (Hochhäuser). Die besten Eindrücke gewinnt man wohl durch Fotos, also:
Shibuya (by night) Shibuya (by day) der könig von Shinjuku ...
tokyo von oben (im hintergrund ist, wenn auch nur schlecht, der Mount Fuji zu sehen) ... endlich wieder mal ein Weißbier at the Hard Rock Cafe (mit Dean)
tokyo tower das war irgendein tempel bzw. schrein, wo am neujahrstag ganz tokio hingegangen ist ... Hauptnahrungsmittel ;-)

Von Tokio fuhren wir wieder mit einem Nacht-Bus nach Osaka, wo wir aber nur einen Tag verbrachten (2. Jänner). Aber auch an einem Tag kann man ein paar Sachen ansehen - der Nachteil war, dass wir das Nachtleben nicht begutachten konnten, da wir bereits am Abend mit der Fähre zurück nach Beppu starteten.

umeda sky building, Osaka osaka aquarium (mit einem 5 Meter langen Walhai) vor der größten IMAX-Leinwand der welt (die uns nicht davon abhalten konnte, im kino einzuschlafen ...)

Im Großen und Ganzen war es ein absolut gelungener Trip durch Japan mit vielen Sehenswürdigkeiten, wenig Schlaf, exzessivem Kartenspiel ("Americano" - wann immer eine Minute zeit war, wurden die Pokerkarten gezückt), unmoralischen Angeboten (vor allem in Tokio ...) und definitiv unvergesslichen Momenten ...

Samstag, 23. Dezember 2006

Frohes Fest!!!

Wünsche allen Frohe Weihnachten und 'nen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ich bin bis 3. Jänner unterwegs in Japan, und werde die Feiertage in Hiroshima, Kyoto, Tokio bzw. Osaka verbringen ...

cu next year ;-)

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Ein wohlverdienter Urlaub

Von 1. bis 10. Dezember gings für mich und Eivind (NOR) raus aus Beppu, um meine österreichischen Freunde in Hong Kong zu Besuchen, und noch ganz nebenbei Rest-Asien zu erkunden. Hier mal ein grober Überblick:
Fr. 1.12. Beppu – Fukuoka (Bus) – Taipei – Hong Kong. 1 Nacht in HK ...
Sa. 2.12. Hong Kong – Manila – Kalibo – Boracay (Bus bzw. Boot). 5 Nächte auf Boracay
Do. 7.12. gleicher Weg zurück nach HK. 3 Nächte in HK (mit Trip nach Shenzhen, China)
So. 10.12. Back to Beppu

Vorab ein paar Fotos, vielleicht gibts später auch noch einen Bericht dazu ...
Ein Bier auf Taiwan Lady's Market a Bier mim Hattinger
Sonderangebot in einer philippinischen Zeitung Aussicht vom Hotel ... happy times
... happy times ... happy times ... happy times

Donnerstag, 30. November 2006

Abschlussprüfung und Road-Trip

Da ein Studiensemester in Japan noch mal in zwei Viertel aufgeteilt ist, hab ich letzte Woche schon meine ersten „Finals“ gehabt. Das ganze war gleichbedeutend mit 8 Tagen Stress, und einer ziemlich genauen Kalkulation: Mittwoch, 16:30 war absolut letzter Abgabetermin (händisch, nicht per e-Mail) für meine letzte Seminararbeit – ich alter Streber war schon um 16:20 dort …
Nach dieser nervlichen Anspannung war natürlich eine kleine Feier angesagt: Alex (Schwedin) feierte Abschied, die verließ Beppu nämlich schon wieder.
Am Freitag haben wir (die üblichen Verdächtigen: Lars, Eivind, Dean und ich) uns entschlossen, für Samstag und Sonntag ein Auto zu mieten, um „unsere“ Insel Kyushu etwas näher zu erkunden. Gesagt, getan – da ich der einzige bin, der die International Driving License besitzt war die Suche nach dem Fahrer schnell beendet. Ich kann euch sagen, auf der linken Straßenseite zu fahren ist am Anfang doch etwas ungewohnt …
Am Samstag in der Früh gings dann los in Richtung Mount Aso: das ist ein immer noch aktiver Vulkan. Man kann bis zum Krater hochgehen und einen Blick in das Innenleben werfen. Leider war es an diesem Tag so nebelig, dass man keine 5 Meter gesehen hat. Auf einem Foto sieht man aber, wies „aussehen sollte“. In einem Restaurant in der Nähe gab uns die Kellnerin den Tipp, die vor kurzem eröffnete, längste Hängebrücke Japans zu besuchen. Unser persönliches Highlight dort war aber nicht die Brücke selbst, sondern die Länge der Schlange der Leute, die sich anstellten um die Brücke zu überqueren (gg. eine Gebühr). Naja, wir verzichteten darauf, aber gesehen haben wirs ...
dsc00443 dsc00450 dsc00469
dsc00473 dsc00476

Es ging weiter in Richtung Tosu, einer kleinen Stadt in der Nähe von Fukuoka. Ein Freund von Dean – Lee – wohnt dort gemeinsam mit seiner japanischen Frau. Also beschlossen wir, ihn kurz zu besuchen (zugegeben mit dem Hintergedanken, dort eine Unterkunft für die Nacht zu finden …). Alles lief perfekt: Hans (unser JAPANISCHES Navigationssystem) zeigte uns den Weg, Lee war zu Hause, und, das wichtigste, wir waren willkommen. Somit sahen wir auch mal ein "typisch japanisches" Haus ...
dsc00499 dsc00508 dsc00516

Nach gutem Essen in einem japanischen Restaurant gings dann weiter in eine Bar, wo wir schnell zur Attraktion wurden. Die meisten Leute in dieser Bar haben, erstens, wohl noch nie so viele Europäer auf einem Fleck gesehen und, zweitens, noch nie jemanden so gut Billard spielen sehen *g*.
Da es in der Bar doch etwas länger wurde, fiel unser Plan, am Sonntag schon in der Früh nach Nagasaki zu fahren, ins Wasser. Erschwerend kam hinzu, dass wir pleite waren, und man sonntags in Japan kein Geld abheben kann. Außerdem kann man so gut wie nirgends mit Kreditkarte zahlen. Wir (also vor allem Lee) konnten dann noch 10.000 Yen (70 Euro) zusammenkratzen – somit gings um 14 Uhr doch noch auf nach Nagasaki (falls es jemand nicht weiß: dort wurde am 9. August die zweite Atombombe abgeworfen). Leider hatte das Atombomben-Museum schon geschlossen als wir ankamen. Da unser Durst nach Kultur aber sehr groß war, gingen wir in ein anderes Museum (ja, ihr lest richtig): die ersten Beziehung zwischen Japan und Europa wurden nämlich über den Hafen von Nagasaki getätigt, und davon handelte die Ausstellung. Danach fuhren wir noch zum Friedenspark. Dort stehen um die 20 Statuen und Monumente, gespendet von verschiedenen Ländern der Welt als Zeichen des Friedens.
Voll mit Kultur gings dann wieder in Richtung Beppu. Hans (Navi) schlug uns vor, den Expressway zu verwenden – da die Autobahn in Japan aber ziemlich teuer ist, und wir, wie schon erwähnt, pleite waren, gings durch die japanische Pampa. Das bedeutete 2 Stunden mehr, dafür haben wir noch einige coole Städte durchquert (Saga, Kurume, Hita).
Alles in allem also ein gelungener Road-Trip durch Kyushu.
dsc00523 dsc00590 dsc00600

Noch was zum neidisch werden: morgen geht’s auf nach Hong Kong zu Macho, Jules und Daniel, und am Samstag dann auf die Philippinen!

Sonntag, 12. November 2006

Frode Johnsen!

Es gibt wieder mal Neuigkeiten aus Beppu: nach mehr als 2 Monaten Entzug hab ich endlich wieder mal ein Fußballspiel live im Stadion sehen können. Es handelte sich um ein Spiel der 30. Runde in der J-League (höchste japanische Liga): Oita Trinita vs. Nagoya Grampus Eight. Gespielt wurde im Oita "Big Eye Stadium" - das Stadion wurde für die Weltmeisterschaft 2002 gebaut und fasst 43.000 Zuschauer. Da es ziemlich stark regnete wurde das Dach geschlossen ...
Mit dabei waren die beiden Norweger (Lars, Eivind), Martin aus Schweden, Dean (England) und meine Wenigkeit. Da bei Nagoya ein norwegischer Nationalstürmer spielt (Frode Johnsen) wollten wir eigentlich in den Away-Block - nach dem Kauf der Tickets gabs allerdings eine Überraschung: ein Japaner kam zu uns, und fragte ob wir Free Tickets haben wollen. Da sagt man nicht nein, somit wurden die gekauften Tickets wieder zurückgegeben und wir saßen im Heimblock. Das Spiel war nicht schlecht, Nagoya hat 1:0 gewonnen und wir haben die altbewährte 2-1-2 Taktik angewandt (Gerschi weiß wovon ich spreche). Nach dem Spiel haben wir sogar noch mit Frode gesprochen --> die Norweger waren happy!
Der Nagoya-Sieg wurde nachher noch ausgiebig im Oita-Nightlife gefeiert (wenn man schon mal da ist ...).
2006-11-11-Soccer-game-Oita-001 DSC00349 2006-11-11-Soccer-game-Oita-005
2006-11-11-Soccer-game-Oita-008 2006-11-11-Soccer-game-Oita-011 2006-11-11-Soccer-game-Oita-014
(Fotos von der "After-Party" in Oita gibt's auf Anfrage ...)

Hier noch nachträglich ein paar Fotos von Halloween (Zitat Anya: "Someone has to be the bunny!").
DSC00302 halloween1 halloween2

Freitag, 20. Oktober 2006

Room-Parties und Onsen!

Da ja in allen öffentlichen Plätzen am Campus und im AP House Alkoholverbot herrscht (das gilt auch für die Gemeinschaftsküche und die Aufenthaltsräume) werden hin und wieder (*g*) kleine Zimmerparties veranstaltet. Hier mal ein paar Fotos wie sowas aussieht (das Foto von mir ist wohl nicht sehr vorteilhaft - das liegt aber am Fotografen, nicht an mir...):
DSC00267 DSC00280

Um den Körper nach so einer Party wieder auf Vordermann zu bringen, gibts nichts besseres als eine ordentliche Onsen-Session: ein Onsen ist eine heiße Quelle (bis zu 100°C) - und Beppu ist in ganz Japan bekannt für seine ausgezeichneten heißen Bäder. Die zwei Norweger und ich haben heute beschlossen, dass Ganze mal auszuprobieren (nach der gestrigen Zimmerparty beim Schweden). Zu beachten ist, dass man sich vor dem Einstieg ins Wasser ordentlich wäscht - das Motto ist: lieber zu viel Seife als zu wenig ...
Aber dann kanns schon los gehen. Wirklich entspannend, muss ich sagen. Und an den schwefeligen Geruch gewöhnt man sich auch schnell (aber den kriegt man nur schwer wieder los: einer von uns wurde im Bus angesprochen, ob er denn gerade aus dem Onsen kommt, weil er so stinkt).
In den kleinen Hütten, die man sieht, kann man sich mit sogenanntem Onsen-Pulver eingraben lassen.
DSC00294 DSC00283 DSC00291 DSC00289 DSC00286

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Fotos!!!

Wie versprochen gibt's jetzt mal ein paar Fotos.
Beginnen werd ich mit der Entrance Ceremony: das war die offizielle Begrüßung für alle Neuen auf dem Campus. Hier hat man einige lustige Kostüme gesehen ... Die Performances (ein paar Indonesierinnen, und danach eine Trommel-Gruppe) waren auch nicht schlecht. Übrigens: ich hab für mich auch ein lustiges Kostüm gefunden ...
DSC00245 DSC00239 DSC00241 CIMG3426

Hier ein paar Fotos vom Karaoke-Singen. Hier gibt's so richtige Karaoke-Häuser, mit vielen Zimmern (klein bis groß) in denen man sich mehr oder weniger einsperren kann, um ungestört singen zu können. Es gibt hier also keine Bühne, in der man sich öffentlich zum Deppen machen kann - auf so was stehen die Japsen nicht. Das lustige ist, da gibt es wirklich Zimmer, in denen nur zwei Leute drinnen sitzen und sich gegenseitig besingen ...
"I am from Austria" stand leider nicht zur Auswahl - gesungen hab ichs trotzdem ... Das letzte Bild zeigt ein paar Schweden: nicht gerade standhaft, aber sie halten zusammen.
CIMG3428 CIMG3439 CIMG3451 CIMG3462 CIMG3467 CIMG3499

Hier noch ein paar Fotos von einem japanischen All-you-can-eat Restaurant. Der Griller in der Mitte vom Tisch ist typisch für Restaurants hier - etwas untypisch sind die Sessel: normalerweise sitzt man im Schneidersitz auf ein paar Matten auf dem Boden.
CIMG3529 CIMG3530

Montag, 2. Oktober 2006

's Lebn is hart ...

... japanische Betten sind härter. Ich sag euch, ich schlaf hier auf einem Tisch ... Und das einzige, das das ganze ein bisschen weicher macht, ist ein ca. 2 cm dicke Unterlage.
Und der Kopfpolster erst ... Am Anfang hab ich gedacht, der ist mit Kieselsteinen gefüllt - jetzt hab ich erfahren, dass es doch "nur" getrocknete (also steinharte) Bohnen sind.
Zum Beweis hier das Foto: ich bin zwar nicht der Schwerste, aber wenn ich auf einem Polster stehe, verformt sich dieser normalerweise schon ...
DSC00262
logo

Big in Japan 2006

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

dr
seas, ich brauch einen comment für meinen Kurs in...
pointi (Gast) - 29. Okt, 22:13
hello
hallo, mein name ist Bernhard und ich bin gerade bei...
Bernhard (Gast) - 8. Jul, 06:45
4 Städte in 12 Tagen
Von 23. Dezember bis 3. Jänner waren wir (Atle, Eivind,...
vereinsmensch - 21. Jan, 13:41
Grüße aus Ort! - die...
Servus Hias! Wünsch da a frohe Weihnachten und an...
hofes (Gast) - 27. Dez, 17:07
Grüße aus Ort!
hofes (Gast) - 27. Dez, 17:03

Suche

 

Status

Online seit 7201 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 29. Okt, 22:13

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren